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Technik und Wirkung Zuflussregelung

Im Folgenden finden Sie Erläuterungen zur Technik und Wirkung von Zuflussregelungsanlagen.

play_arrowTechnik Zuflussregelung
Eine Zuflussregelungsanlage (ZRA) arbeitet vollautomatisch. Sie misst mit Hilfe der Schleifen die Fahrzeugmenge auf der Hauptfahrbahn und der Einfahrrampe. In Abhängigkeit von diesen Werten wird die optimale Zuflussmenge auf die Hauptfahrbahn und die Länge der Grünzeit der Ampel berechnet. Die Zuflussmenge (1-3 Fahrzeuge) wird auf dem Zusatzschild unterhalb der Ampel angezeigt.

Grafik: Schema einer ZRADa die Zuflussregelung vor allem in der Übergangsphase von fließendem zu gestautem Verkehrsablauf wirkungsvoll ist, werden die Anlagen in der Regel so eingestellt, dass sie nur zur Spitzenzeit aktiv sind.

Sobald sich ein größerer Stau auf der Hauptfahrbahn gebildet hat, schaltet sich die Ampel aus.

Erzeugt die Zuflussregelung einen zu großen Rückstau auf der Rampe, springt die Ampel auf Dauer-GRÜN, um einen Rückstau in die nachgeordnete Kreuzung zu verhindern. Dies bedeutet, dass die Verhinderung eines Rückstaus über den Knotenpunkt hinaus eine höhere Priorität besitzt, als die optimale Zuflussregelung auf die Hauptfahrbahn.

Im Gegensatz zu Ampeln an Kreuzungen schalten Zuflussregelungsanlagen in recht kurzen Abständen, d. h. es folgt nach wenigen Sekunden ROT wieder GRÜN. Die Wartezeiten für die Einfahrenden beträgt in der Regel weniger als 30 Sekunden.

play_arrowSchaltung Zuflussregelung
Die Umlaufzeiten an den Zuflussregelungsanlagen (ZRA) betragen ca. 6-36 Sekunden. Da es sich bei den ZRA an der B27 um verkehrsabhängige Anlagen handelt, kommt es zu längeren oder kürzeren Umlaufzeiten (siehe unten stehende Tabelle). Nicht zuletzt ist diese auch vom Reaktionsverhalten der Verkehrsteilnehmer abhängig, da die Anlagen solange GRÜN schalten, bis die angegebene Anzahl an Fahrzeugen auf dem Zusatzschild die Haltlinie passiert hat.

In nachfolgender Tabelle sind die einzelnen Signalzeiten der Zuflussregelungsanlagen aufgelistet.

play_arrowWirkung Zuflussregelung
Die Zuflussregelungsanlagen (ZRA) leisten einen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Aufgrund des geregelten Zuflusses werden die Unfälle mit Personen- und Sachschäden reduziert und somit auch die Stauzeiten. Gewonnene Erfahrungen aus Nordrhein-Westfalen belegen dieses.

Mit dem Betrieb der ZRA kann der Verkehr auf der Hauptfahrbahn konstanter fließen. Damit verkürzt sich die Reisezeit; es gibt weniger Stauzeit und somitweniger Ausweichverkehr. Demzufolge entstehen verbesserte Verkehrsverhältnisse, die wiederum geringere Umweltbelastungen zur Folge haben.

Den Zufahrenden wird das Einordnen auf die Hauptfahrbahn erleichtert. Die Fahrzeuglücken auf der Hauptfahrbahn werden gleichzeitig besser genutzt. Zudem können gefährliche Spurwechsel vermieden werden. Die Kapazität auf der Hauptfahrbahn kann um bis zu 5 % gesteigert werden.

Die Durchschnittsgeschwindigkeit auf der Hauptfahrbahn kann auch bei dichtem Verkehr um 10-30 km/h gesteigert werden.